Bildungsbericht 2026: Frühe Bildung entscheidet über Chancengerechtigkeit

    Gute Bildung beginnt lange vor der Schule, das macht der neue nationale Bildungsbericht "Bildung in Deutschland 2026" einmal mehr deutlich. Bereits im Alter von zwei Jahren zeigen sich laut Bericht deutliche soziale Unterschiede etwa beim Wortschatz von Kindern, und Bildungsungleichheiten entstehen häufig schon vor dem Schuleintritt. Wie gut die frühkindliche Bildung gelingt, prägt damit maßgeblich den gesamten weiteren Bildungsweg eines Kindes.

    Bund und Länder haben den Bericht gemeinsam mit dem DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation am 15.06.2026 zum elften Mal vorgestellt. Er beschreibt das deutsche Bildungssystem in einer Phase tiefgreifender gesellschaftlicher und demografischer Veränderungen, die inzwischen alle Bildungsbereiche prägen, von der frühen Bildung bis zur Weiterbildung im Erwachsenenalter.

    Die frühe Bildung bleibt dabei ein zentrales Handlungsfeld. 2025 wurde mit mehr als 57.000 Einrichtungen erneut ein Höchststand bei den Kitas erreicht, gleichzeitig bestehen vor allem bei den unter Dreijährigen in einigen Regionen weiterhin deutliche Betreuungsengpässe.

    Auf der Pressekonferenz zur Vorstellung des Bildungsberichts wies Bundesbildungsministerin Karin Prien zudem auf den quantitativen Ausbau im Bereich der Kita und Kindertagespflege hin und kündigte an, das geplante Kita-Qualitätsentwicklungsgesetz noch vor dem Sommer ins Kabinett bringen zu wollen.

    Bundesbildungsministerin Karin Prien betont, Bund und Länder wollen gezielt in frühe Bildung, Sprachförderung und bessere Übergänge im Bildungssystem investieren. Die Berliner Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch ergänzt für die Länder, dass nicht die Herkunft über die Zukunft eines Kindes entscheiden dürfe und bildungspolitische Reformen Verlässlichkeit und Ausdauer brauchten.

    Der vollständige Bericht sowie weiterführende Materialien stehen online zur Verfügung.